Dänisch

Die Fachschaft Dänisch besteht „nur“ aus mir, Ingeborg Kistrup.

Schon zweimal gab es an der KKS den Wahlpflichtkurs (WPK) Dänisch für die Klassenstufe 8, der dreistündig unterrichtet wird. Im nächsten Schuljahr (2018/19) wird dieser wieder angeboten.

Als gebürtige Dänin, die 16 Jahre in Dänemark gelebt und ein Jahr in Kopenhagen studiert hat, macht es mir große Freude, den Schülerinnen und Schülern die dänische Sprache, Kultur und Lebensart näher zu bringen. Natürlich ist auch die deutsch-dänische Geschichte Thema des Unterrichts, da Kiel und Schleswig-Holstein ja bis 1864 zum dänischen Gesamtstaat gehörten. Daher sehen wir uns auch die dänischen Spuren in Kiel an, von denen es noch zahlreiche gibt.

Nicht nur für den Dänemarkurlaub macht das Erlernen der dänischen Sprache Sinn. Auch der spätere Berufsweg könnte gerade Schüler aus Schleswig-Holstein nach Dänemark führen, wo es zahlreiche Berufs- und Studienmöglichkeiten gibt. Die Syddansk Universitet in Sonderburg (SDU) arbeitet beispielsweise eng mit der Universität in Flensburg zusammen. Aber auch die größeren Universitäten in Aarhus, Odense oder Kopenhagen könnten ein attraktives Ziel für einen Berufs- oder Studienaufenthalt sein.

Ich bin gerade dabei, eine Austauschschule in Dänemark zu finden, sodass es vielleicht schon in einem Jahr zu einem grenzüberschreitenden Projekt kommen könnte.

 

 

Austausch

Besuch aus Tondern und Sonderburg

 

 

Am 28.2. 2020 hatten wir wieder Besuch aus Dänemark. Dieses Mal waren 30 Schülerinnen und Schüler der Wirtschafts- (Gymnasien) aus Tondern und Sonderburg mit ihren Lehrerinnen zu Gast bei uns an der Schule. Zunächst gab es zum Kennenlernen in der Aula ein kurzes Speed-Dating mit Schülerinnen und Schülern des WPK Dänisch (9. Klasse) und der 10. Klassen. Anschließend sahen die dänischen Gäste noch eine Stunde Unterricht in verschiedenen Klassen.

 

Speed Dating

         

Speed-Dating

 

Ingeborg Kistrup (Mitte) mit ihren dänischen Kolleginnen Marianne Dalsgård (li) und Anette Okholm (re)

 

Besuch aus Kolding

Das deutsch-dänische Freundschaftsjahr 2020 (tyve tyve)- 100 Jahre Volksabstimmungen und deutsch- dänische Grenzziehung-  fing für die Schülerinnen und Schüler des WPK Dänisch der 9. Klassen und ihre Lehrerin Frau Kistrup ereignisreich an, da sie für zwei Tage (16./17. Januar 2020) Besuch von 18 Schülerinnen und Schüler einer 9. Klasse von der Brandkjærskole aus Kolding hatten.
Gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin Dorthe Gregersen waren diese mit dem Reisebus nach Kiel gekommen, wo die deutschen Schülerinnen und Schüler sie am späteren Donnerstagvormittag willkommen geheißen haben. Da der WPK DK-Kurs nicht der dänischen Klassenstärke entspricht, haben sich erfreulicherweise noch einige Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen beteiligt.
Nach dem ersten Kennenlernen der Dänen in der Pause und den darauffolgenden Schulstunden gab es in der alten Bücherei ein kleines Buffet. Den frühen Nachmittag verbrachten wir mit einer Stadtbesichtigung und Frau Kistrup hielt einen zweisprachigen Vortrag über die wichtigsten Bauwerke und wir gingen auf dänischen Spuren durch Kiel. Die Stadttour endete für die meisten bei KFC, von wo aus wir uns aufteilten und mit unseren jeweiligen Austauschpartnern nach Hause fuhren. Manche haben sich auch zusammengetan, um mehrere Dänen zusammen aufnehmen zu können. Viele sind auch zu einer kleinen Party gegangen.

Am nächsten Morgen haben wir uns alle wieder in der Schule eingefunden und haben dann den langen Fußweg zum Landtag auf uns genommen. Dort gab es nicht nur leckeres Mittagessen, sondern wir haben auch einen interessanten Vortrag von der SSW – Abgeordneten Jette Waldinger-Thiering über die Unterschiede des dänischen und deutschen Schulsystems und die Arbeit der dänischen Minderheit gehört. Dann hieß es auch schon farvel und die dänischen Gäste fuhren wieder nach Hause.
Es war eine sehr spannende und bereichernde Begegnung. Obwohl die dänischen Besucher unterschiedlich gut Deutsch sprachen, gab es keine Sprachprobleme, da man mit Englisch immer weiterkam. Wir freuen uns sehr auf den 23./24. April 2020, wenn wir zu unserem Gegenbesuch nach Kolding aufbrechen und sehen, wie es ist, in Dänemark zu leben und zur Schule zu gehen.
Es ist wirklich großzügig und sehr schülerfreundlich, dass bei diesem Austausch keine Kosten sowohl für die deutschen als auch für die dänischen Schülerinnen und Schüler entstehen, da dieses Projekt gefördert wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Milan Borchmann (9c)
Ingeborg Kistrup

Aus dem Unterricht

Als wir in der siebten Klasse vor der Entscheidung für einen Wahlpflichtkurs standen, war die Wahl für mich nicht schwer. Die Möglichkeit, nach mehreren Dänemarkferienaufenthalten endlich die Sprache zu erlernen, sprach mich sofort an. Unser Kurs gestaltete sich eher als kleinere gemütliche Runde, was dem Unterricht sehr zu Gute kam. Neben unserem Lehrbuch und Arbeitsheft, nutzten wir viele weitere Mittel um uns die dänische Sprache näherzubringen.

Besonders die Zahlen haben sich in unseren Köpfen verankert, da wir mehrmals Bingo-Runden eröffneten, bei denen die Preise - meist Kinderriegel oder andere Süßigkeiten - heiß begehrt waren. Außerdem hielten wir Referate über das wunderschöne Kopenhagen mit seinen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten.   

Hier ist beispielsweise ein Foto aus einem Referat über den Schwarzen Diamanten (,,Den Sorte Diamant‘‘), mitten im Zentrum Kopenhagens.

Die dänische Esskultur wurde in unserem Unterricht auch thematisiert. Eine Mahlzeit, bestehend aus Hotdogs, durfte da auf keinen Fall fehlen. Ein Besuch auf dem internationalen Markt während der Kieler Woche gehörte ebenfalls ins Programm. Auch interessante Gäste haben unserem Unterricht beigewohnt. Zum Beispiel hat die Kopenhagenerin Frau Annie Lander Laszig, die Trägerin  des Bundesverdienstkreuzes und des Danebrogordens ist, der Dänischen Königin bereits die Hand gegeben und konnte uns weiteres Wissen über Kopenhagen aus erster Hand vermitteln.

Mit Frau Kistrup als Kurslehrerin hatten wir stets eine erfahrene und motivierte Muttersprachlerin zur Seite, mit der wir die dänische Sprache genauestens unter die Lupe nehmen konnten und die vereinzelt vertrackten grammatikalischen Phänomene ausgetüftelt haben.

Nach zwei Jahren konnten wir das Fach leider nicht mehr auf unserem Stundenplan wiederfinden, aber das bis dahin erlernte hat uns sehr bereichert.

Bisher kamen meine Dänischkenntnisse zwar nur bei kleinen Gesprächen im Restaurant oder Supermarkt während eines Dänemarkurlaubs zum Einsatz, aber eine Zukunft mit beispielsweise einem Studium in Dänemark ziehe ich durchaus in Betracht.

 

Svea Wieger, Q1b