Dänisch

Die Fachschaft Dänisch besteht „nur“ aus mir, Ingeborg Kistrup.

Schon zweimal gab es an der KKS den Wahlpflichtkurs (WPK) Dänisch für die Klassenstufe 8, der dreistündig unterrichtet wird. Im nächsten Schuljahr (2018/19) wird dieser wieder angeboten.

Als gebürtige Dänin, die 16 Jahre in Dänemark gelebt und ein Jahr in Kopenhagen studiert hat, macht es mir große Freude, den Schülerinnen und Schülern die dänische Sprache, Kultur und Lebensart näher zu bringen. Natürlich ist auch die deutsch-dänische Geschichte Thema des Unterrichts, da Kiel und Schleswig-Holstein ja bis 1864 zum dänischen Gesamtstaat gehörten. Daher sehen wir uns auch die dänischen Spuren in Kiel an, von denen es noch zahlreiche gibt.

Nicht nur für den Dänemarkurlaub macht das Erlernen der dänischen Sprache Sinn. Auch der spätere Berufsweg könnte gerade Schüler aus Schleswig-Holstein nach Dänemark führen, wo es zahlreiche Berufs- und Studienmöglichkeiten gibt. Die Syddansk Universitet in Sonderburg (SDU) arbeitet beispielsweise eng mit der Universität in Flensburg zusammen. Aber auch die größeren Universitäten in Aarhus, Odense oder Kopenhagen könnten ein attraktives Ziel für einen Berufs- oder Studienaufenthalt sein.

Ich bin gerade dabei, eine Austauschschule in Dänemark zu finden, sodass es vielleicht schon in einem Jahr zu einem grenzüberschreitenden Projekt kommen könnte.

Aus dem Unterricht

Als wir in der siebten Klasse vor der Entscheidung für einen Wahlpflichtkurs standen, war die Wahl für mich nicht schwer. Die Möglichkeit, nach mehreren Dänemarkferienaufenthalten endlich die Sprache zu erlernen, sprach mich sofort an. Unser Kurs gestaltete sich eher als kleinere gemütliche Runde, was dem Unterricht sehr zu Gute kam. Neben unserem Lehrbuch und Arbeitsheft, nutzten wir viele weitere Mittel um uns die dänische Sprache näherzubringen.

Besonders die Zahlen haben sich in unseren Köpfen verankert, da wir mehrmals Bingo-Runden eröffneten, bei denen die Preise - meist Kinderriegel oder andere Süßigkeiten - heiß begehrt waren. Außerdem hielten wir Referate über das wunderschöne Kopenhagen mit seinen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten.   

Hier ist beispielsweise ein Foto aus einem Referat über den Schwarzen Diamanten (,,Den Sorte Diamant‘‘), mitten im Zentrum Kopenhagens.

Die dänische Esskultur wurde in unserem Unterricht auch thematisiert. Eine Mahlzeit, bestehend aus Hotdogs, durfte da auf keinen Fall fehlen. Ein Besuch auf dem internationalen Markt während der Kieler Woche gehörte ebenfalls ins Programm. Auch interessante Gäste haben unserem Unterricht beigewohnt. Zum Beispiel hat die Kopenhagenerin Frau Annie Lander Laszig, die Trägerin  des Bundesverdienstkreuzes und des Danebrogordens ist, der Dänischen Königin bereits die Hand gegeben und konnte uns weiteres Wissen über Kopenhagen aus erster Hand vermitteln.

Mit Frau Kistrup als Kurslehrerin hatten wir stets eine erfahrene und motivierte Muttersprachlerin zur Seite, mit der wir die dänische Sprache genauestens unter die Lupe nehmen konnten und die vereinzelt vertrackten grammatikalischen Phänomene ausgetüftelt haben.

Nach zwei Jahren konnten wir das Fach leider nicht mehr auf unserem Stundenplan wiederfinden, aber das bis dahin erlernte hat uns sehr bereichert.

Bisher kamen meine Dänischkenntnisse zwar nur bei kleinen Gesprächen im Restaurant oder Supermarkt während eines Dänemarkurlaubs zum Einsatz, aber eine Zukunft mit beispielsweise einem Studium in Dänemark ziehe ich durchaus in Betracht.

 

Svea Wieger, Q1b