Berufliche Orientierung

Die KKS als Ort der beruflichen Orientierung

„Was soll ich einmal werden?“ ist die zentrale Frage, mit der sich Schülerinnen und Schüler umso eingehender auseinandersetzen, je näher der Schulabschluss rückt.

An der Käthe-Kollwitz-Schule begleitet die Berufswahl- bzw. die Studienwahlvorbereitung die Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse bis zum Abitur, um ihnen die notwendigen Kompetenzen für eine eigenverantwortliche und tragfähige Berufs- bzw. Studienwahl zu vermitteln und um sie zu befähigen, erfolgreich an Bewerbungsverfahren teilzunehmen.

Die berufliche Orientierung findet statt

  • im Unterricht der einzelnen Fächer
  • in Praktika und Projekten
  • durch Besuche von berufsorientierenden Messen und Beratungen
  • durch außerschulische Vernetzungen und Kooperationen.

 

Die vielfältigen freiwilligen und verpflichtenden Angebote zur Berufswahl- und Studienwahlvorbereitung sind zu einem Gesamtkonzept, dem Schulcurriculum "berufliche Orientierung", weiterentwickelt worden.

Auf der Seite der Kieler Berufsmesse finden Sie weitere Informationen: http://www.berufsmesse-kiel.de/

 

 

 

 

Schulcurriculum berufliche Orientierung

 

Schwerpunkte

Klasse

erste Ansätze: Begegnungen mit der Arbeitswelt

  • Besuch eines landwirtschaftlichen oder gewerblichen Betriebes, einer Kläranlage, eines Seniorenheims, eines Rathauses …
  • Projekt „Jung und Alt“
  • Zukunftstag
  • Schülerzeitung

sich bewerben können

  • Fach Deutsch (Klasse 8): Lebenslauf und Bewerbungsschreiben
  • Fachtag in Klasse 9 mit der Förde Sparkasse: Bewerbungstraining

Erkundung von eigenen Interessen und Stärken / Schwächen

  • Fachtag in Klasse 9 mit JOBLAB-Software
  • Vorbereitung auf die KKS-Berufsmesse

sich gezielt informieren können, Berufe kennen lernen und berufliche Möglichkeiten erkunden

  • Fachtag mit JOBLAB-Software
  • Besuch der KKS-Berufsmesse
  • Betriebspraktikum

Selbstständige Begegnung mit der Arbeitswelt, Erprobung der Selbstorganisation und Selbstpräsentation

  • Betriebspraktikum

5 – 8

 

 

 

8 – 9

 

 

9

 

 

9

 

 

9

 

Ziel am Ende der Sekundarstufe I:

sich bewusst dafür entscheiden können, die berufliche Zukunftsplanung über den Abschluss Abitur realisieren zu wollen

Leitfrage: Berufsausbildung oder Studium?

gezielte Erkundung von Berufsfeldern und Studiengängen, eigene Kompetenzen im Vgl. mit den Anforderungen realistisch einschätzen und Konsequenzen daraus ziehen können

·         für Klasse 9 – Q2: KKS-Berufsmesse

·         für Klasse E: Förderprogramm Studienkompass

·         für Klasse Q1: Wirtschaftspraktikum, Nordjob-Messe, Kieler Messe für Auslandspraktika und Studieninformationstage an der CAU, individuelle Beratung durch die Agentur für Arbeit, Angebote von „PerLe“

                        

gezieltes Bewerbungstraining

·         für Klasse Q1s: Bewerbungsgespräche auf Englisch mit Sartori &Berger

·         für Klasse Q1: Barmer GEK/Deutsche Post AG: Bewerbungsschreiben, Einstellungstest und Bewerbungsgespräch, Informationen zum dualen Studium

·         für Klasse Q2: Assessment-Center-Training mit der Förde Sparkasse

E - Q2

 

 

 

 

Ziel am Ende der Sekundarstufe II:

Entscheidungsfindung (Berufsausbildung oder Studium?) für möglichst viele Schüler*innen

 

 

 


Schulcurriculum berufliche Orientierung: Beiträge der Fächer

 

Fächer

Beiträge der Fächer zur Studien- und Berufswahlvorbereitung

Klasse

 

Chemie

 

Möglichkeit zu Betriebsbesichtigungen (Müllverbrennungsanlage, Brauerei, Klärwerk, …)

Möglichkeit zur Teilnahme an Labortagen (CAU Kiel)

Teilnahme an Chemiewettbewerben

 

8 – Q2

Q1 – Q2

8 - 9

 

Deutsch

 

Lebenslauf und Bewerbungsschreiben

 

8

 

Englisch

 

Nachbereitung des Betriebspraktikums/mündliche Prüfungen

Unterrichtseinheit „Applying for a job in English”

Bewerbungsgespräche auf Englisch (Sartori & Berger)

 

9

9

Q1s

 

Geographie

 

Exkursionen in Betriebe / Institutionen (z. B. Stadtplanungsamt, Kieler Forschungswerkstatt, …)

Präsentationen

 

5 - Q2

5 - Q2

 

Geschichte

 

Umbrüche und Wandel in der Arbeits-/Berufswelt; Bewusstsein prägen für Phänomene der Arbeitswelt: Soziale Frage, (Entwicklung von) Arbeitnehmerrechte(n), Erwerbsbiographien, Entwicklung von Arbeitsfeldern etc.

 

E

 

Französisch

 

Schreiben eines Lebenslaufes, schriftliche Bewerbung für einen Praktikumsplatz

Berufsprofile, Stellenanzeigen, Bewerbungsgespräch auf Französisch

 

9

E

 

Kunst

 

Besuch der Muthesius Kunsthochschule, der Kieler Ateliertage, eines Museums, einer Galerie, einer Werbeagentur, …

 

5 – Q2

Physik

Jährlicher Besuch der MNU-Tagung des „Dt. Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts“

 

En

 

Religion

Im RU wird der „Weg“ als zentrales Symbol unter die Lupe genommen. Symboldidaktisch aufgearbeitet geht es u.a. um persönliche Wegfindung innerhalb einer sozialen Gemeinschaft.

Was sind meine Stärken und wie und wo kann ich sie im gesellschaftlichen Verbund entwickeln und einsetzen. Aus welchen Abhängigkeiten kann ich mich befreien, um Kräfte für meine Weiterentwicklung zu generieren. Welche Kraftquellen nutze ich dafür und wie kann ich auch Umwege und „Stolpersteine“ positiv für mein Werden nutzen.

Den eigenen Beruf entdecken und ihn auch annehmen können. Dabei auch Veränderungen zulassen, Aufgaben und deren Umsetzung neu denken können. Im Zentrum dieser Entdeckung steht die Jona-Geschichte und deren tiefenpsychologische Auslegung.

 

 

5/6

 

 

Sek II

Spanisch

 

Berufsausbildung in Deutschland und Spanien im Vergleich, Berufsprofile, Stellenanzeigen, Bewerbungsgespräche auf Spanisch

 

Q1

WiPo

 

Vorbereitung und Durchführung des Betriebspraktikums

Unterrichtseinheit „Begegnungen mit der Arbeitswelt und Berufsorientierung“

Möglichkeit zum Besuch des Landtages mit anschließendem Gespräch mit Politiker*innen

Vor-, Nachbereitung und Durchführung des Wirtschaftspraktikums innerhalb der Unterrichtseinheit „Die Unternehmung“

Anlässlich von Wahlen: Organisation und Durchführung   von Podiumsdiskussionen mit anschließender Gesprächsmöglichkeit mit Politiker*innen

 

9

9

E

Q1

E-Q2

 

                                                                                                                                                                                                                     

Artikel in der KN zur Berufsmesse 2019

Kieler Nachrichten vom 30.1.2019

Assessmentcenter-Training mit der Förde Sparkasse

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Q2an, durften am 07. November 2017 an dem Assessmentcenter-Training / Bewerbungstraining der Förde Sparkasse teilnehmen. Die freundliche Mitarbeiterin der Sparkasse, Inga Wollenberg, beantwortete uns geduldig alle Fragen, die wir bezüglich einer Bewerbung hatten, sei es über ein Stipendium oder eine Ausbildung.

Besonders interessant war, dass wir neben dem typischen Bewerbungsgespräch drei weitere Möglichkeiten kennenlernten, wie ein Unternehmen zwischen Bewerbern entscheidet. Die drei Möglichkeiten lauten Eignungstest, Präsentation und Diskussion. Frau Wollenberg erklärte uns die Abläufe dieser Testmöglichkeiten. Anschließend durften wir selbst unser Glück versuchen, indem Frau Wollenberg beispielsweise einen eigenen Eignungstest mit uns machte. Uns war nicht bewusst, wie schwierig die zunächst einfach wirkenden Aufgaben waren. Die Zeit pro Aufgabe setzte uns dabei besonders unter Druck, da wir meist nur 20 Sekunden für eine Aufgabe Zeit hatten. Bei einer Aufgabe sollte man eine Wortkette bilden. Die Wörter mussten dabei jeweils immer aus zwei Substantiven bestehen. Das zweite Substantiv musste dann beim nächsten Wort das erste Substantiv sein, also zum Beispiel: Schlüsselbein, Beinbruch, Bruchstrich, Strichmännchen usw. .

Es gab auch einen Teil mit vorerst simpel erscheinenden Rechenaufgaben. Jedoch waren anstatt der Rechenzeichen andere Zeichen abgebildet. In einer Legende stand dann, welches Zeichen welches Rechenzeichen ist. Dann war zum Beispiel 5+3=15 weil + (plus) multiplizieren bedeutete.

 

Bei dieser Aufgabe war es sinnvoll, erst alle Aufgaben mit dem gleichen Zeichen zu lösen, damit man nicht andauernd nachschauen musste, was die Zeichen bedeuteten und mehr Aufgaben in der kurzen Zeit schaffte. Durch den Eignungstest lernten wir, wie wichtig es ist, sich auf diesen Test vorzubereiten. Jeder reagiert anders unter Zeitdruck und Stress, weshalb Üben vor einem Eignungstest beruhigt und vorbereitet, weil man ungefähr einschätzen kann, was einen erwartet. Außerdem gibt es bereits ähnliche Aufgabenstellungen im Internet, mit denen man proben kann.

 

Des Weiteren übten wir mit Frau Wollenberg, wie eine Präsentation über einen selber aussehen konnte. Sie gab uns 20 Minuten Zeit, in der wir ein Plakat erstellen sollten, was uns selber darstellte. Einige malten ein Flugzeug, andere eine Laufbahn mit Hürden. Außerdem sollte das Plakat unsere Stärken und Schwächen darstellen und etwas über uns aussagen.

Eine Schülerin stellte beispielsweise ihre Schwächen auf einer Laufbahn als Hürden dar, die sie überwinden musste. Der Rest der Laufstrecke stellte ihre Stärken dar, weil sie diese mit Leichtigkeit meistern könne, sagte sie. Zudem ist sie leidenschaftliche Leichtathletin und wählte deshalb dieses Motiv.

 

Wir haben wirklich viel zum Thema erster Eindruck, Selbstdarstellung bei Unternehmen und allgemein über Bewerbungen gelernt.

 

 

Vielen Dank für Ihre Zeit und Tipps Frau Wollenberg! Wir, die Schüler der Klasse der Q2an, können allen Klassen der Q2 dieses Bewerbungstraining wärmstens weiterempfehlen!

 

Franziska Timm, Q2an

 

Probieren geht über Studieren!

Am Mittwoch, den 11.10., haben Schüler des elften Jahrgangs am Bewerbertraining der Barmer GEK teilgenommen. Ich werde nun von diesen vier Schulstunden berichten, in denen wir gelernt haben, wie man sich richtig bewirbt und wie man sich am besten in Vorstellungsgesprächen verhält.

 

Zuerst erkundigt sich der Leiter, Lars Müller-Wriedt, wer nach dem Abschluss einen Ausbildungsberuf erlernen möchte. Niemand meldet sich. Spätestens jetzt fragen sich wohl einige, warum sie überhaupt mitmachen beim Bewerbertraining. Vielleicht auch einfach, um nicht in den Unterricht zu müssen… Aber eine Teilnahme am Kurs wird trotzdem etwas bringen (siehe Fazit im Schlussteil).

Der kompetente Ausbilder fordert uns gleich zu Beginn: Wir sollen auf einem Zettel ein paar unserer Eigenschaften, Lieblingsfächer und Hobbies niederschreiben. Diese sammelt Herr Müller-Wriedt dann ein. Schon bei dieser Aufgabe kommen viele ins Schwitzen: Ist es großspurig diese Eigenschaft aufzuschreiben? Ist das wirklich eine meiner Qualitäten? Wer bin ich? Nun werden die Zettel auch noch eingesammelt und vorgelesen. Wir sollen raten, welche Person sich hinter den jeweiligen Angaben verbirgt. So kann der Verfasser des Zettels erkennen, ob er sich gut eingeschätzt hat.

Danach wird uns gezeigt, wie man den Ausbildungsberuf findet, der am Besten zu einem passt. Dies geschieht mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation. Anschließend erklärt Müller-Wriedt uns, worauf man bei der Bewerbung achten muss. Dabei erzählt er uns, dass Bewerber nur aufgrund eines unseriösen Bewerbungsfotos aussortiert werden können.

Dann kommt die nächste Aufgabe: Selbst eine Bewerbung kreieren. Als Orientierung steht uns ein Musterexemplar zur Verfügung. Nachdem wir das Bewerbungsschreiben beendet haben, können wir erstmal eine Pause genießen. Nach der Pause lesen ein paar Schüler ihre Bewerbung vor – und ernten Lob vom Ausbilder!

Das vorletzte Thema: Einstellungstest. Manche Unternehmer führen Prüfungen für die Anwärter durch. Fiese Fallen werden da gestellt. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass es für die Getesteten unmöglich ist, alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu bearbeiten. Man will gucken, ob die Bewerber unter dem Druck zusammenbrechen oder, ob sie versuchen, so viel zu schaffen wie möglich. Die nächste praktische Aufgabe sieht folglich so aus: Bearbeitet einen typischen Einstellungstest. Dieser enthält Aufgaben eines IQ-Tests und Rechtschreibübungen. Auch das Allgemeinwissen wird geprüft.

Zum Schluss, das Finale: Ein gespieltes Vorstellungsgespräch. Ein Schüler, dessen Bewerbung bereits vorgelesen wurde, darf sich nun ein paar Minuten mit Müller-Wriedt vorbereiten, um dann vor dem Publikum der anderen Schüler den Jobsucher zu spielen. Diesen herausfordernden Job meistert er souverän, indem er seine Rolle authentisch vorträgt. Das findet auch Müller-Wriedt. Der Beifall der Zuschauer, lässt bei ebendiesen eine ähnliche Meinung vermuten.

Was hat es jetzt gebracht? Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die vier Stunden sehr gelohnt haben, nicht nur wegen des Unterrichtswegfalls. Man hat umfassende Informationen bekommen, worauf man bei der Bewerbung achten muss, und konnte diese gleich bei den praktischen Aufgaben verinnerlichen. Jetzt habe ich eine Vorstellung davon, was mich erwarten würde, wenn ich mich für einen Ausbildungsberuf bewerbe, was im Falle eines nicht erreichten Abiturs am wahrscheinlichsten ist. Aber auch mit dem Abitur ist es nicht abwegig, eine Ausbildung zu absolvieren. Bei Ausbildungsberufen gibt es ein vielfältiges Angebot und Azubis werden - aufgrund des Fachkräftemangels - in einigen Branchen dringend gesucht. Nur, weil wir Gymnasiasten sind, sollten wir dieses Berufsfeld nicht ignorieren, sondern: Probieren geht über Studieren!

Sprachlich wäre dieser Schlusssatz zwar schön, jedoch möchte ich noch hinzufügen, dass man sich generell später bewerben muss – ob um einen Ausbildungsberuf oder eine langfristige Arbeitsstelle. Man sollte sich also überlegen, an einem Bewerbertraining teilzunehmen - bevor es zu spät ist! Unsere Schule bietet jedes Jahr ein solches an und ich kann nur empfehlen, diese Chance zu nutzen.

Jakob Malzahn, Q1a

Linksammlung Berufsorientierung
KN-Artikel zur Berufsmesse 2017 an der KKS

KN-Artikel zur Berufsmesse 2015

KN-Artikel zur Berufsmesse an der KKS 2013